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Manger Mains

Qu’est ce que le
manger mains ?

 

Le « manger-Mains est un projet d’autonomisation de l’alimentation de la personne atteinte de la maladie d’Alzheimer.

En effet, à un certain stade de la maladie, le patient perd complètement la notion d’utilisation des ustensiles de cuisine tels que fourchettes, couteaux ou cuillères.

L’alimentation est un besoin vital et, par conséquent, une condition indispensable à la vie. Il n’en reste pas moins que les repas représentent non seulement une source de plaisir, de convivialité et d’échanges, mais également un moment extrêmement privilégié où l’on s’occupe de son corps et de son esprit.

Dans l’accompagnement de personnes atteintes par la maladie d’Alzheimer, le respect et la stimulation de l’autonomie font partie des priorités des équipes soignantes.

Cette règle est aussi valable en ce qui concerne l’alimentation, étant donné que les trois repas principaux et le goûter prennent beaucoup de place dans la journée du résidant.

Ce « manger avec les doigts » a toujours, dans l’esprit des gens, une certaine connotation de saleté, de mauvaise éducation et de régression mentale. De ce fait, il s’agit, pour le projet du « Manger-Mains » de faire en sorte qu’il soit accepté que la personne puisse se servir de ses doigts pour prendre une nourriture adaptée et ce, sans jugement.

Pour illustrer ce projet, un ouvrage a été publié. Il a été présenté au Congrès International de Gérontologie, à Bruxelles, ainsi qu’au Congrès de Soins Infirmiers à Paris, où il a rencontré un vif succès. A ce jour, il a été vendu à près de 1000 exemplaires auprès des institutions romandes. Des conférences sont données auprès des Ecoles de soins romandes, et auprès de certains établissements. Une formation pour cuisiniers sur la technique du « Manger-Mains » a été mise en place.

Une deuxième édition est en cours de développement.

« Hand-Ernährung » zweistimmige Einleitung

 

 

Prof. Ch.-H. Rapin
Direktor des UG an der Uni Genf
Chefarzt an der Polyklinik der Geriatrie
Der Geriatrieabteilung des HUG
Leiter des grossen Projekts èber das Altern der Akademieorganisation CLUSE

 

Dieses Buch greift ein Thema auf, welches Ursache grosses Leidens für Kranke und deren Angehörigen ist. Eine Problematik die tabu ist. Wir sind dem Autor dankbar auf den Gedanken an Freude und lebenswichtiger Nahrungsaufnahme einzugehen.

Dieses Buch ist ein Geschenk von Frau Anira Launaz. Ihre Betrachtungen bezüglich unserer und demenzkranker Menschen Gewohnheiten hilft uns, etwas zu verstehen, was uns selbstverständlich erscheint: die Nahrungsaufnahme. Nicht selten wird dies für Mitmenschen zur Belastungsprobe.

Mit der Fortschreitung der Krankheit geschieht es oft, dass Menschen die unter Alzheimer leiden nicht mehr in der Lage sind mit Messer und Gabel zu essen. Sie können nicht mehr am wohltuenden Mahl der ihren teilhaben und verlieren die heilsame Wirkung geselliger Gemütlichkeit. Die Mahlzeiten werden Augenblicke der Beklemmung und Scham und sie bevorzugen es, vorzuleugnen, sie hätten schon gegessen oder keinen Hunger. Nach und nach schleicht sich Fehl- und Mangelernährung ein, welche noch zu ihrer Behinderung und den Symptomen ihrer Krankheit und dem Altern beitragen.

Wir, die Angehörigen, Fach- und Berufsleute, ordnen diese Symptome der Verhaltensweise der Demenz ein. Hingegen ist es Gang und Gäbe in anderen Kulturen mit den Händen zu essen. Wir stellen unsere Bräuche und Lebensgewohnheiten nicht in Frage und glauben, es sei schon immer so gewesen, dabei assen in Europa im XVI Jahrhundert die Subjekte, Adeligen und Hofherren mit den Händen. Die Bräuche dieser Epoche gehörten zum gewohnten Lebenswandel. Erst durch einen langen Entwicklungsprozess änderten sich die Gewohnheiten, mit der Personalisierung der Körperfunktionen wurde eine Distanz zwischen Nahrung und der Person hergestellt.

Demzufolge wurde das nicht mit den Händen essen zu einem Kennzeichen zwischen Adeligen und den Anderen, den Zivilisierten und denen die es nicht sind.

Die soziale Entwicklung zielt auf mehr gedämpftes Verhalten und Selbstkontrolle.

Dennoch kann die Realität anders sein, wie uns die Aussage von Mme Maria Casares1 zeigt:

„Von klein auf sind mir die grossen Tischgesellschaften meiner Mutter in Erinnerung, welche sie mit ihrem stattlichen Aussehen dirigierte. Als die Krankheit erste Anzeichen machte, änderte sich aber dieses Bild vollständig.

Sie konnte nicht mehr mit Messer und Gabel essen.

Die kognitiven Automatismen kamen ihr abhanden und liessen sie ihre Tischmanieren vergessen.

Sie beobachtete uns peinlich angespannt mit einem ängstlichen Blick.

Sie konnte sich nicht mehr mit dem Besteck ernähren.

Meine Mutter war nicht mehr fähig eine Gabel mit Nahrung in ihren Mund zu führen. Dagegen gelang es ihr weit besser mit den Händen, es war viel einfacher so.

Weil es uns ekelte sie so zu sehen, verboten wir ihr sich mit den Hädnen zu ernähren. Unser Empfindungsvermögen ertrug dieses Bild nicht und wir schämten uns vor den Blicken der Andern.

Wir sahen uns gezwungen ihre Herabwürdigung, ihre Regression zu beobachten: In unseren Gedanken befand sich eine Mutter welche immer weiter in einen „unzivilisierten“ Zustand rutschte.

Die Mahlzeiten wurden erstickend, schwer und bedrückend. Wir hatten keine Freude mehr am geselligen Zusammensein während des Essens. Die Gastlichkeit dieser Momente war verloren und die Mahle wurde in immer grösseren Abständen eingenommen, um letztlich zu versanden.“

Dieser Bericht ist nicht einmalig, viele Familien und Angehörige erzählen uns von denselben Etappen, demselben Missbehagen und demselben Befangen, welche die Mahlzeiten mit Demenzkranken prägen.

Warum dickköpfig bleiben und ihnen nicht eine andere Nahrungsaufnahme erlauben ?

Am Ende sollte dieses originelle Buch es den Fachleuten der Geriatrie und Psychogeriatrie erlauben den menschlichen Wert der Demenzkranken, welche ihre Fähigkeit mit dem Besteck zu essen verloren haben, zu erhalten.

„Hand-Ernährung“ ist die Chance dem Stopfen mit Magensonde zu entgehen oder auch dem unbeholfenen Füttern eines überarbeiteten Pflegepersonals zu entrinnen…

Dieses Buch wird es auch erlauben Breikost oder gar „Schlaff-Diäten“ zu vermeiden, damit auch Zahnlose und Kranke die an Deglutition leiden menschlich essen können.

„Hand-Ernährung“ hat zum Ziel Mangelernährung vorzubeugen oder herauszuzögern, um so damit verbundene Komplikationen (Wundliegen, Stürze, Leistenbrüche, Infektionen, etc) zu vermeiden. Dieses Werk ist ein weiteres Mittel um die Würde der Kranken und deren ihrer Angehörigen zu achten.

1Soziologe und Feministin, quantitative Sanitätsplanung